Heute bei uns im Programm: “Ein sicherer Arbeitsplatz”
Spezialprogramm - Gewalt gegen Polizisten:
(Korrektur: Der Tatbestand heißt NICHT “Widerstand gegen die Staatsgewalt” sondern
“Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte”)
(Zwei kleine Korrekturen - es wurden zwei Polizisten schwer verletzt und es waren nicht DIE
Sicherheitskräfte, sondern EIN Polizist, der über die Stränge schlug.)
(Man muss allerdings unter dem Video lesen, dass es 13 verletzte Polizisten gegeben hat!)
(Man muss dazu sagen, dass eigentlich der Journalist die Fassung verliert...)
Das Problem existiert nicht nur in Deutschland:
Diese franzöische Polizistin findet sehr klare Worte für die steigende Gewalt gegen
Polizeibeamten und die (unzureichende) Politik ihrer Regierung zu diesem Thema. Ebenso
prangert sie die einseitige Berichterstattung der Medien zu diesem Thema an. Kommt das
jemandem bekannt vor?
Zwei Videobeiträge über den Mord an Jean-Serge Nérin durch ETA-Terroristen.
(Dieses Video fasst im Zusammenhang mit dem Vorfall in Epernay die spektakulärsten Fälle
von Gewalt gegen Polizeibeamte der letzten Tage in Frankreich zusammen, die jeweils eine
starke Überreaktion auf Kleinigkeiten darstellen: 28.02.2010, St. Julien d’Eymet: ein Polizist
von einem Motarradfahrer überfahren, der Polizist ist tot; 03.03.2010, Tarascon: ein Polizist
im Rückwärtsgang überfahren, er liegt im Koma; 03.03.2010, Yffigniac: ein Autofahrer
durchbrach drei Polizeisperren; all diese Fälle waren Reaktionen auf gewöhnliche
Verkehrskontrollen)
(Polizisten führten in Erpernay eine gewöhnliche Verkehrskontrolle durch. Zufällig hielten sie
einen mit Haftbefehl gesuchten Mann an. Als sie ihn verhaften wollten, mischten sich
Unbeteiligte ein und bewarfen die Polizisten mit Pflastersteinen. Der zu verhaftende Mann
konnte tatsächlich entkommen. Einer von ihnen, 49 Jahre alt, Familienvater, liegt im Koma,
es können keine Prognosen über seine Überlebenschancen getroffen werden. Von der
Fahndung nach dem zu Verhaftenden sowie den Steinewerfern fühlten sich die Bewohner
des Viertels so gestört, dass sie sieben Autos anzündeten.)
(Chessy: Polizeibeamten ertappen zwei Einbrecher auf frischer Tat. Diese überfahren zwei
Polizeibeamten mit dem Fluchtfahrzeug. Einer davon, Patrice Point, erliegt wenig später
seinen schweren Verletzungen. Er war noch zwei Jahre vom Ruhestand entfernt. Vertreter
der französischen Polizeigewerkschaften beklagen eine Banalisierung der steigenden Gewalt
gegen Polizeibeamte in der öffentlichen Wahrnehmung. Kommt das jemandem bekannt vor?)
(Eine Polizeistreife hielt einen Mann an wegen verschiedener kleiner Übertretungen der
Verkehrsregeln. Einer der Polizisten stand in der geöffneten Fahrertür, um mit dem Mann zu
sprechen, als dieser den Rückwärtsgang einlegte. Der Polizist geriet unter das Auto, der
Fahrer fuhr daraufhin wohl ein weiteres Mal vorwärts über den Körper. Der 35-jährige Polizist,
Vater zweier Kinder, erlitt schwerste Verletzungen und Verbrennungen dritten Grades, ist
aber außer Lebensgefahr.)
(Der Beitrag geht der Frage nach, warum Polizisten verstärkt angegriffen werden. Am
Beispiel eines Kommissariates in Bobigny, einer Vorstadt in Paris, wird versucht,
herauszufinden, warum Polizisten einerseits aus der Bevölkerung immer weniger Respekt
und immer mehr Hass entgegenschlägt. Auf der anderen Seite erzählen Polizisten, wie sie
zunehmend mit Depressionen kämpfen. Die Selbstmordrate in der französischen Polizei ist
alarmierend.)
Der Beitrag ist sehr lang, entsprechend dauert es mit der Ladezeit ein bisschen.
2009 wurden in Frankreich 22 Polizeibeamten im Dienst getötet. Einer davon in La
Courneuve.
(In Argenteuil fuhr ein Autofahrer Schlangenlinien, wurde angehalten und verwarnt. Daraufhin
ignorierte er, den Streifenwagen hinter sich, eine rote Ampel. Wieder wurde er angehalten,
wurde beleidigend und gewalttätig. Ein Polizist erhielt drei Kopfstöße, dem anderen biss er
die obere Hälfte des Ohres ab (!). Das Ohr wurde von den Rettungskräften gefunden, aber
die Chancen, es wieder anzunähen, liegen bei 25%.)