Schon immer mochte ich Polizisten. Sie gaben mir ein
Gefühl, beschützt zu werden. Ich hatte nie Ärger mit
ihnen. Egal, aus welchem Grund unser
Zusammentreffen stattfand - sei es, dass sie mir
geholfen haben, sei es, dass sie mich bei einer
Ordnungswidirigkeit erwischt haben - ich erlebte sie
immer freundlich, professionell und kompetent.
Ich habe in meinem Leben viele Polizisten getroffen,
als Demonstrantin, als Hilfesuchende, als
Verkehrsteilnehmerin, als Zeugin... und niemals
habe ich sie als Austeilende von Gewalt oder
Schikane erlebt. Im Gegenteil...
Natürlich gibt es auch bei der Polizei schwarze
Schafe, wie überall, wo Menschen
aufeinandertreffen. Dennoch ist die aktuelle
Berichterstattung in der Presse, besonders der
Online-Presse, ungerecht. Die zweifellos
stattfindenden Gewalttaten von Polizisten werden
ausgeschlachtet, dabei wird jedoch vergessen zu
erwähnen, wieviel häufiger Polizisten mittlerweile
selbst Opfer von Gewalt werden, weil unserer
Gesellschaft offenbar jedes Gefühl für Respekt vor
dem Mitmenschen abhanden gekommen ist. Dies gilt
leider ganz besonders für Menschen in Uniform,
deren menschliche Seite ganz offensichtlich für viele
komplett hinter ihrer Kleidung verschwindet.
Es gibt im Moment nicht viel, was mir mehr auf den
Nerv fällt als Menschen, die sich für kritisch halten, wenn sie pausenlos an der Polizei herummeckern.
Leute, kritisch ist, wenn man sich selbst ein Bild macht, anstatt nur das zu glauben, was die eigenen
politischen Freunde vorkauen! Fragt doch mal Polizisten nach ihrer Sicht der Dinge...